Klasse 1                          

Sommerregen

Die Vögel singen im Regen
wohl ihre schönsten Lieder.
Die Regentropfen und Töne
fallen wie Perlen nieder.

Sie rollen zwischen die Gräser.
Die Wurzeln saugen sie auf.
Die Blumen strömen die Lieder
als Blütenduft wieder aus.

(Dieter Mucke)
 


Klasse 2                          

Regen fällt vom Himmel

Regen fällt vom Himmel,
grün wird jedes Gras,
Regen fällt vom Himmel,
macht den Kindern Spaß.

Regen ist ein Besen,
fegt die Luft ganz rein,
springt auf unsre Nasen
und wäscht jeden Stein.

Sonne möchte schimmern,
´s wird was Schönes draus:
Regenbogen flimmern
über unserm Haus.

(Sarah Kirsch)

 

Klasse 3                          

Sommer

Weißt du, wie der Sommer riecht?
Nach Birnen und nach Nelken,
nach Äpfeln und Vergissmeinnicht,
die in der Sonne welken,
nach heißem Sand und kühlem See
und nassen Badehosen,
nach Wasserball und Sonnenkrem,
nach Straßenstaub und Rosen.

Weißt du, wie der Sommer schmeckt?
Nach gelben Aprikosen
nach Waldbeeren, halb versteckt
zwischen Gras und Moosen,
nach Himbeereis, Vanilleeis
und Eis aus Schokolade,
nach Sauerklee vom Wiesenrand
und Brauselimonade.

Weißt du, wie der Sommer klingt?
Nach einer Flötenweise,
die durch die Mittagsstille dringt,
ein Vogel zwitschert leise,
dumpf fällt ein Apfel in das Gras,
ein Wind rauscht in den Bäumen,
ein Kind lacht hell, dann schweigt es schnell
und möchte lieber träumen.

(Ilse Kleberger)

 
 
Klasse 4                       

So im Schatten liege möchte ich

So im Schatten liegen möchte ich
und den Vögeln zusehen,
wie sie mit dem Wind ihre
Pfeilspiele treiben.
In die weißen Wolken schaun
und sie bei ihren
Verwandlungskünsten ertappen.

So im Schatten liegen möchte ich
und eine Raupe bei ihrem
Mittagessen betrachten
und ihre Borsten zählen.
Die zitternden Grashalme ansehn
und beobachten,
wie sie ihre Samen fallen lassen.

(Erwin Moser)

 



So im Schatten liegen möchte ich
und spüren, wie mir die Sonne
an den Beinen hochklettert.
Zusehn, wie sich die Katze
gründlich wäscht,
und versuchen,
ob ich aus ihrer Sicht
die Welt betrachten kann.

(Erwin Moser)